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Die Slums, oft als Armenviertel bezeichnet, sind eher Arbeitersiedlungen, in denen arbeitsame Menschen leben, Putzfrauen, Wächter, Fahrradrikscha- oder Autorikschafahrer, vor allem aber Tagelöhner, die auf Baustellen arbeiten. Die meisten Familien kommen vom Land, frühere Tagelöhner in den Reisfeldern die durch starke Monsunregen oder zu lange Trockenperioden vom Land vertrieben wurden und nun in den Grosstädten scheitern und ständig auf Arbeitssuche sind.
Diese Familien, oft aus der gleichen Gegend stammend , tun sich zusammen und bilden in der Stadt sogenannte ‘bidonvillages’ (Armendörfer)°. Diese im Hinblick auf ihre Bräuche, ihre Traditionen gestrandeten Familien müssen, wenn es darum geht, die wichtigen Momente ihrer Existenz zu zelebrieren, Schwangerschaft, Geburt, Pubertät einer Tochter, eine Heirat, dies um der Familienehre willen angemessen tun. Das bedeutet, viel Geld auszugeben, bei Geldleihern Kredite zu einem Zins von 10 – 20 % (pro Monat!) aufzunehmen, sich auf Lebenszeit und oft auf Generationen hinaus zu verschulden.

°der Ausdruck stammt von Guy Deleury, einem berühmten französischen Indienkenner
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